Hans-Jürgen Westphal singt

Lieder am Vorabend II

Die Sängerin hatte mich an diesen Fliesenlegerlehrmeister erinnert. Aber, meine Freunde, ich hoffe, nicht nur ein Sänger zu sein, der das Richtige singt, sondern auch gut gesungen zu haben, mit nicht allzu vielen „Sprachfehlern“.

Gesungen habe ich schon frühzeitig in Rockbands auch während meiner Studentenzeit von 1973 bis 1976 im thüringischen Gotha. Es waren nur wenige Wochen nach Studienbeginn da hatten sich schon Studenten von unserer Schule zu einer Band zusammengefunden. Auch die anderen vier hatten vorher schon in Bands auf der Bühne gestanden und deshalb bedurfte es nur weniger Proben bis zum ersten Auftritt. Die gute Verstärkeranlage, die Orgel, einige E-Gitarren und das Schlagzeug kaufte die Schule für uns. Wir nutzten alles kostenlos. Sogar ein Probenraum wurde für uns eingerichtet. Damals war es für uns selbstverständlich, dass auch der für uns kostenlos nutzbar war. Der Direktor freute sich 1974 dann sehr darüber „seine“ Band besonders gefördert zu haben, denn wir nahmen an der Einstufung in Gotha teil. Wir erhielten die höchste Einstufung und schnitten am besten ab. Besonders wurden wir für unseren Klassikrock gelobt. Studentenbands gab es in Gotha einige, denn es gab 5 Fachschulen in der Stadt. Die größte, die Finanzfachschule, stellte gleich drei Bands jedoch wir erhielten den ersten Platz. Die schönste Studentin der FiFa drückte allerdings von Anfang an unserer Band, der Gruppe „Incendium“ („Feuersbrunst“) die Daumen und das hatte mit dem Sänger zu tun. Wir heirateten im Dezember des Jahres 1975 in Gotha. Damals gab „Incendium“ zwar auch Konzerte, wir spielten aber vorwiegend zum Tanz. Unsere Musik war ein Ausdruck von Lebensfreude in unserem Land, der Deutschen Demokratischen Republik. Im Jahre 1998 sind Kampflieder wichtig, denn wir befinden uns im Kampf, im Kampf gegen die Landräuber. Es ist eine tiefe Schmach, in dem Verbrechersystem Namens BRD zu leben! Es reicht! <weiter>

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